Parga ist eine hübsche, kleine Stadt mit rund 2.500 Einwohnern und liegt malerisch in einer Bucht im Ionischen Meer.
Die Stadt war im Laufe der Geschichte unter venezianischer, französischer, britischer und osmanischer Herrschaft. 1913 (nach dem Balkankrieg) wurde Parga wieder griechisch.
Die Stadt ist – wenn man in Epirus überhaupt von Touristenhochburgen sprechen kann – der Hotspot der Region.
Wenn man im Internet nach Parga sucht, bekommt man sofort das Bild von der Bucht mit der kleinen, vorgelagerten Insel Panagia / Παναγία zu sehen. Sie ist das Erkennungszeichen Pargas und ein sehr beliebtes Fotomotiv.
In der Stadt gibt es eine Vielzahl hübscher Häuser, Tavernen, Restaurants und Bars:
Die Promenade
Parga ist stufenförmig beziehungsweise amphitheaterförmig in den Berg gebaut; es gibt im Inneren viele verwinkelte kleine Gassen mit Steigungen und Treppen. Das Ganze mutet ein wenig wie ein Labyrinth an.
Farbenfrohe Herrenhäuser, gepflasterte Gässchen, in denen sich ein Geschäft an das andere reiht, und mittendrin immer wieder Leckereien wie Eis, Gyros oder regionale Süßigkeiten.
Durch diese Gässchen schlängeln sich die Besuchermassen – es ist laut und eng, aber genau das macht die besondere Atmosphäre aus.
Olivenölfabrik
Schließlich mündet alles an der Promenade – dem Herz Pargas.
Hier befinden sich viele Bars und Tavernen; gegen Abend – wenn es richtig voll wird – gibt es oft Warteschlangen vor den Lokalen.
Früher hat man sich einfach auf das Mäuerchen an der Wasserlinie gesetzt und eigene Getränke zu sich genommen.
Heute haben pfiffige Geschäftsleute Decken und Kissen ausgelegt sowie Deko auf das Mäuerchen gestellt – man wird sogar bedient, während man auf einen freien Tisch wartet.
Das alles genießt man mit Blick auf den Hafen. Hier liegen Fischerboote und es legen Ausflugsschiffe an; an den Ticket-Countern kann man Bootstouren buchen.
Es verkehren auch Taxiboote zu den Stränden Lichnos und Valtos.
Anker
Das beliebteste Fotomotiv (nach der kleinen Insel Panagia) ist der Anker / Άγκυρα auf dem Platz vor dem Hafen. Es ist schwer, ihn einmal ohne Personen zu fotografieren.
Etwas oberhalb vom Zentrum findet man die alte Olivenölfabrik: Besucher können hier die traditionelle Herstellung besichtigen und natürlich frisch gepresstes Olivenöl kaufen.
Hafen......mit Fischer-......AusflugsbootenDer Strand von Parga am Morgen
Direkt an der Promenade gibt es einen kleinen Sandstrand, den Krioneri Beach / Παραλιά Κρυονέρι.
Der ist natürlich sehr voll und man muss früh da sein, um ein Plätzchen zu ergattern (Sonnenschirme und Liegen kosteten 2018 etwa 8 Euro pro Tag).
Allerdings macht es auch großen Spaß, einmal hinüber zur Insel Panagia zu schwimmen.
Blick auf ValtosBimmelbahn
Die Hauptsehenswürdigkeit Pargas ist die auf einem Hügel gelegene venezianische Festung / Βενετικό Κάστρο Πάργας.
Ursprünglich vor dem Jahr 1390 errichtet, wurde sie mehrfach zerstört und wiederaufgebaut – unter anderem von den Venezianern und Ali Pascha.
Die Aussicht auf die Stadt zur einen und der Blick auf den Valtos-Strand zur anderen Seite ist einfach wunderschön.
Der Eintritt ist frei; innerhalb der Festungsanlage gibt es ein Café-Restaurant.
In Parga fahren auch kleine Bimmelbahnen. Es werden zwei Touren angeboten; eine davon führt hinauf zum Ali Pasha Castle bei Anthousa.
Dazu gibt es eine Führung (allerdings nur in englischer Sprache). Bequemer kann man dort kaum hinbehandelt werden.
Ein kleiner Teil der Festung:
Update:
Im Juni / Juli 2024 haben wir Parga erneut besucht. Die Stadt ist einfach ein Muss, wenn man in der Region unterwegs ist.
Es hat sich seit unserem letzten Besuch nicht viel verändert (was auch?), sie ist immer noch bildschön und sehr voll – auch unter der Woche.
Ab und zu braucht man im Urlaub etwas Trubel – dann ist man in Parga genau richtig!