Anthousa ist ein kleines, über der Bucht von Parga gelegenes Bergdorf, nur rund 2 km von Parga entfernt.
Der Ort ist sehr ruhig, hier machen vor allem Wanderfreunde Urlaub; die Natur rundherum ist wunderbar.
Der Wasserfall ist nicht spektakulär, aber mitten in der wunderschönen Natur.
Es ist ein saisonaler Gebirgsbach, das heißt, im Hochsommer führt der Fluss nicht allzu viel Wasser, weshalb der Wasserfall etwas spärlich fließt.
Trotzdem ist es im bewaldeten Tal angenehm kühl.
Er ist relativ gut ausgeschildert und zu Fuß vom Zentrum Anthousas in rund 600 Metern sehr gut zu erreichen.
Wer mit dem Auto anreist, kann oberhalb des Wasserfalls parken.
Der kleine Fluss mündet schließlich beim bekannten Valtos-Strand ins Meer.
Wegweiser
Update:
Der Wasserfall bei Anthousa war früher frei zugänglich (der Weg führt durch einen Olivenhain über die alte Mühle „Mylos“, dann links durch einen kaputten Zaun).
Das hat sich nun geändert; das Gelände rund um den Wasserfall ist nun privat und es wird Eintritt verlangt.
Der Zugang läuft über den Kauf eines Getränks im Filoxenia Sea View Hotel, das etwa 300 Meter entfernt liegt. Der Eintritt kostet 5€ (Stand: 2026), ein kaltes Getränk ist dabei inklusive – offiziell als „Instandhaltungsgebühr“ deklariert. Man bekommt an der Rezeption den Schlüssel zum Zugang ausgehändigt.
Das Ganze läuft nun unter „Waterfall Parga“ und wird unter diesem Namen touristisch vermarktet.
Man kann das Ganze durchaus kritisch sehen, allerdings hat der Besitzer das Gelände aufgeräumt, von Müll befreit – was früher ein wirkliches Problem war –, rustikale Holzzäune und Sitzmöglichkeiten inklusive Liegen aufgestellt.
Wermutstropfen ist allerdings, dass das Gelände bzw. der Wasserfall nicht mehr frei zugänglich ist.
Im Unterschied zu klassischen Stränden ist der Umgang mit Natur wie Wasserfällen rechtlich weniger klar geregelt. Private Landbesitzer wie das Filoxenia Hotel kontrollieren oft den einzigen begehbaren Zugangsweg über ihr Grundstück und verlangen dafür eine „Wartungsgebühr“ – eine rechtliche Grauzone, da meist nur der Weg, nicht der Wasserfall selbst, in Privatbesitz ist.
Da wir den Wasserfall noch vor der Privatisierung besucht haben, haben wir auf einen neuen Besuch mit Eintritt verzichtet, obwohl wir natürlich neugierig auf die Veränderungen waren.
Bleibt zu hoffen, dass sich diese Praxis nicht überall durchsetzt, auch wenn sie ein paar Vorteile (Sauberkeit) zu haben scheint. Trotzdem wird mit der Natur, die eigentlich für alle zugänglich sein sollte, Profit erwirtschaftet – und ein Teil der Menschen wird dabei einfach ausgeschlossen.
Wasserfall und -lauf mitten in der Natur, und die Mündung am Valtos Beach:
Burg Ali Pasha / Το Κάστρο του Αλή Πασά
Blick auf Parga
Eine weitere bedeutende Sehenswürdigkeit ist die Burg Ali Pasha bei Anthousa.
Sie liegt imposant auf einem Hügel zwischen Parga und Agia. Sie wurde 1814 von Ali Pasha, dem Gouverneur von Ioannina, errichtet.
Sie diente als strategische Basis für die Belagerung der widerständischen Stadt Parga. Die Burg wurde genau zu diesem Zweck gebaut.
Die Anlage ist polygonal aufgebaut, mit sehr massiven, teilweise bis zu 4 Meter dicken Wänden. Der zentrale Turm misst etwa 15 × 25 m, bei einer Höhe von ca. 15 m. Die höchsten Mauern erreichen ebenfalls bis zu 10 m Höhe.
Von Parga aus kann man bequem mit der Bimmelbahn zur Burg fahren; dazu gibt es eine Führung in englischer Sprache.
Der Blick von der Burg ist wunderbar, alleine deswegen lohnt sich ein Ausflug auf den Gipfel.
Im Sommer wird die Burg auch für kulturelle Veranstaltungen genutzt. Der Eintritt zur Burg ist frei.
Ali Pasha Castle bei Anthousa:
Die Burg wurde von Ali Pascha von Ioannina während der Belagerung von Parga im Jahr 1814 errichtet, unter der Aufsicht des italienischen Ingenieurs Monteleone.
Die Festung bewahrt nahezu vollständig ihre innere Struktur: unterirdische Zisternen, Wachräume, Aufstiegsrampen und ein Pulvermagazin.
Auf der oberen Fläche des Turmes sind noch die Kanonen der Befestigung erhalten (hauptsächlich russischer und englischer Herkunft).
Quelle: Infotafel vor Ort, Übersetzung: Gememi (Aus Bild extrahiert)