Die archäologische Stätte Stagira liegt an der Ostküste Chalkidikis auf der Halbinsel Liotopi in der Nähe des Ortes Olypiadas. Stagira war eine antike Stadt, gegründet wurde sie um 655 v. Chr. von ionischen Siedlern aus Andros und Vaterstadt des Philosophen Aristoteles, der dort 384 v. Chr. geboren wurde. Heute findet man viele Stellen, an denen Aristoteles Thematisiert wird; die Gemeinde heißt Aristotelis, es gibt den Aristoteles-Park und ein Wandbild in Form eines Graffitis in Olympiada, sowie Büsten und Statuen.
Mit dem Auto ist die Stätte durch den Ort Olympiada gut zu erreichen, es gibt laut Google Map noch einen anderen Weg, der direkt an der Hauptstraße abzweigt, aber der sah sehr Abenteuerlich aus und wir haben uns mit unserem Klein-Mietwagen nicht getraut, diesen Weg zu fahren. Man kann direkt bis zum Eingang fahren, dort gibt es nur sehr wenig Parkplätze, aber im Oktober war das kein Problem. Wir hatten die Stätte fast für uns alleine. Der Eintritt war frei (ob das immer so ist wissen wir nicht), durch ein Drehkreuz gelangt man auf das riesige Gelände.
Festes Schuhwerk ist von Vorteil, es sind schon einige Steigungen und Treppen zu bewältigen. Auch etwas zu trinken schadet nicht, man ist gut 2 Stunden unterwegs, wenn man sich alles in Ruhe ansehen möchte.
Zu dieser Zeit (Oktober) gab es keine Führungen mehr, lediglich einige Aufsichtspersonen waren vor Ort, die aber auch sehr freundlich Auskünfte gaben. Ansonsten geht man einfach los und folgt den Wegen und Treppen. Diverse Info-Tafeln geben Auskunft über die einzelnen Stätten. Neben den alten Ruinen kann man auch einen wunderbaren Ausblick auf den Strymonischen Golf genießen.
Uns hat es sehr gut gefallen und können einen Besuch nur empfehlen. Im Hochsommer dürfte es aber sehr anstrengend werden, allerdings wird es dann auch Führungen geben.
Übrings: der gleichnamige heutige Ort Stagira ist etwa acht Kilometer südwestlich von der archäologischen Stätte entfernt und liegt im Landesinneren südlich des Berges Stratonikio.