Hadriansbibliothek / Βιβλιοθήκη του Αδριανού

Grundriss-Skizze der antiken Hadriansbibliothek in Athen
Hadriansbibliothek – Skizze

Links vom Metro-Bahnhofsgebäude Monastirakis (Blickrichtung Akropolis) befinden sich die Überreste der Hadriansbibliothek / Βιβλιοθήκη του Αδριανού, einer großen Bibliothek im antiken Athen. Der Stifter der Bibliothek war der römische Kaiser Hadrian, nach dem sie auch benannt wurde. Der Name Hadrian wird uns noch öfter begegnen. Direkt am Eingang an der Westwand der Bibliothek stand die Kirche des Heiligen Asomatos „STA Skalia“ / Εκκλησία Αγίου Ασωμάτου „ΣΤΑ Σκαλιά“, sie ist leider nicht erhalten geblieben.

Blick über das Ausgrabungsgelände der Hadriansbibliothek hinauf zur Akropolis
Blick auf die Akropolis

Die Bibliothek bestand aus einem ca. 100 × 70 m großen, rechteckigen Hof (Peristyl) mit 100 Säulen aus Marmor. Umgeben war der Innenhof von dem eigentlichen Bibliotheksgebäude. Die gesamte Anlage wird auch Athener Universität genannt. Es ist nur noch die nördliche Hälfte der Westfassade des Peristyls mit seinen korinthischen Säulen erhalten.

Die offizielle archäologische Informationstafel vor Ort zur Kirche Sta Skalia

Die Kirche des Heiligen Asomatos „STA SKALIA“

Kleine Kirche im byzantinischen Kuppel-Kreuz-in-Quadrat-Stil neben der Hadriansbibliothek, die später in das von den Türken nach 1835 errichtete Bollwerk integriert wurde. Erstmals erwähnt wird sie 1678. Der Metropolit von Athen, Meletios, schrieb im Jahr 1700, dass sie „klein, gewölbt, ohne Kuppel, mit vielen Bögen und Säulen aus dem antiken Gymnasium des Hadrian und der Stoa des Attalos“ gewesen sei. Nach der Griechischen Revolution von 1821 wurde die Kirche in die Befestigungen der türkischen Festung an der Bibliothek einbezogen. 1885 wurde sie abgerissen. Auf dem Boden des Hauptschiffs sowie im Narthex fand man Gräber, die größtenteils mit Marmorstücken antiker Gebäude errichtet waren. Viele Marmorfragmente aus dem Heiligtum sind heute in die kleine Kirche des Heiligen Asomatos „Thiseiou ta Skalia“ eingebaut und auf Fundamenten errichtet.

Quelle: Infotafel vor Ort (Bild), Übersetzung: DeepL
Die erhaltenen korinthischen Säulen an der Westwand der Hadriansbibliothek
Westwand der Bibliothek...
Nahaufnahme der mächtigen antiken Fassadenwand aus Porosstein
...
Die monumentale historische Fassadenansicht am Rande des Monastiraki Platzes
...der Bibliothek
Reste der antiken Begrenzungsmauern an der Nordseite der Anlage
Nordwand
Gut erhaltenes kleinteiliges geometrisches Bodenmosaik im Innenhof
Kleiner Teil vom Mosaikboden
Antike Statuenfragmente und Skulpturen im kleinen angeschlossenen Museum
Im Museum

Innerhalb der Bibliothek befindet sich ein kleines Museum; hier werden weitere Fundstücke gezeigt. Eigentlich könnte man die gesamte Anlage von außen besichtigen, aber es gibt günstige Kombitickets für alle Sehenswürdigkeiten, die recht erschwinglich gegenüber Einzeltickets sind. Außerdem ist es viel schöner, dieses Monument aus nächster Nähe zu betrachten.

Innenhof der Bibliothek:
Blick über die weitläufigen Fundamentreste im großen Innenhof
Mauerreste spätantiker Kirchenbauten im Inneren der Bibliothek
Archäologische Ausgrabungen und Steinfundamente unter blauem Himmel
Gefallene Säulentrommeln und Fragmente antiker Architektur
Blick quer über das Peristylgelände der Hadriansbibliothek
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