Sie sind hier: Inseln Übersicht ➤ Lesvos ➤ Petra

Petra / Πέτρα

Ein Besuch in Petra ist absolute Pflicht, wenn man auf Lesvos Urlaub macht. Petra war bis zur großen Verwaltungsreform im Jahre 2010 die eigenständige Gemeindehauptstadt und hat rund 1300 Einwohner. Von der weitläufigen Bucht aus kann man sehr schön auf die kleinen, vorgelagerten Inseln „Ai Giorgis“, „Mikro Nissi“, „Glaronissi“ und „Myrmigi“ schauen. Diese stehen unter strengem Naturschutz und sind ein sicherer Zufluchtsort für sehr viele seltene Vogelarten.

Die belebte Hauptstrasse im Zentrum von Petra
Petra
Blick vom Felsen ueber die roten Ziegeldaecher
Über den Dächern
Die breite Uferpromenade am Strand von Petra
Promenade
Die Kirche Agios Nikolaos mit ihrem Glockenturm
Agios Nikolaos

Über der gesamten Stadt thront auf einem markanten, steilen Felsen die im Jahre 1747 erbaute Kirche Panagia Glykofiloussa / Παναγία η Γλυκοφιλούσα – übersetzt die „Madonna der süßen Küße“, die man über genau 114 in den nackten Fels geschlagene Stufen erreicht. Von hier oben aus hat man einen wunderschönen Rundumblick auf die Stadt und das weite Meer. Die Kirche kann besichtigt werden, aber es ist unbedingt – wie in allen Sakralbauten Griechenlands – strikt auf angemessene Kleidung zu achten.

Die Kirche Panagia Glykofiloussa thront über der Stadt:

Die weisse Felsenkirche thronend ueber Petra 1
Die in den Fels gehauenen Treppenstufen 2
Eingangsbereich der Panagia Glykofiloussa 3
Prachtvolle Ikonostase im Inneren der Kirche 4
Der weite Ausblick auf die Bucht von oben 5
Kleine weisse Gedenkstaette in den Strassen
Gedenkstätte

Kleine, schattige Gassen, die malerisch mit dichten Pflanzen überdacht sind, laden zum gemütlichen Bummeln ein. Urige Geschäfte, Minimärkte und einheimische Tavernen bestimmen das freundliche Bild. Hier kann man auch sehr gute, inseltypische Waren kaufen. In den ruhigen Gassen sitzen die älteren Griechen gemütlich zusammen und spielen stundenlang Backgammon.

Auf dem Fußweg hinauf zur Panagia Glykofiloussa kommt man zudem direkt an der Kirche Agios Nikolaos mit ihrem markanten Glockenturm vorbei – hier befindet sich auch das örtliche Gemeindezentrum. In Petra gibt es für den Bedarf der Urlauber mehrere Geldautomaten und Arztpraxen.

Altes traditionelles Steinhaus in den Gassen
In den…
Schmales ueberranktes Gaesschen in Petra
…Gässchen…
Bummeln in den schattigen Dorfgassen
…von Petra
Das Gebaeude der Frauenkooperative im Zentrum Schild des Restaurants Frauenkooperative
Das Haus der Frauen-Kooperative

Hier im Zentrum befindet sich auch das legendäre Restaurant mitsamt Pension der bekannten „Frauen-Kooperative“. Im Jahr 1983 wurde hier die allererste Frauen-Kooperative ganz Griechenlands gegründet; sie hat seither die Entwicklung eines bewusst sanften Tourismus in der Region vorangetrieben. Laut unserer Reiseleitung sind hier Frauen als Gäste besonders gerne gesehen. Ob hier nun vermehrt gleichgeschlechtliche Frauenpaare anzutreffen sind, können wir zwar weder dementieren noch bestätigen – auf jeden Fall herrscht im gesamten Haus eine absolut tolle, herzliche Atmosphäre.

Hat der Inselname Lesbos / Lesvos eigentlich was mit „lesbisch“ zu tun?
Tatsächlich hängen die beiden Begriffe historisch eng miteinander zusammen, aber nicht ganz so, wie man vielleicht im ersten Moment denkt. Der Name Lesbos stammt ursprünglich aus der antiken griechischen Mythologie. Nach der alten Überlieferung soll der Name auf einen mythischen Helden namens Lesbos zurückgehen, der ein Sohn des Lapithen Makareus war. Makareus war der mythische König der Insel, und der Name des Sohnes wurde schließlich auf das gesamte Eiland übertragen. Die Insel war schon in mykenischer Zeit dicht besiedelt, und die Bezeichnung Lesbos ist mindestens seit dem 8. Jahrhundert v. Chr. schriftlich belegt. In der neueren griechischen Sprache wird sie heute Lesvos genannt, weil das „b“ im neugriechischen Alphabet als weicher „v“-Laut ausgesprochen wird.

Der Begriff „lesbisch“ leitet sich somit indirekt vom Namen der Insel ab; genauer gesagt von einer weltberühmten, antiken Bewohnerin: Sappho von Lesbos (um 600 v. Chr.) war eine der bedeutendsten Dichterinnen der gesamten Antike. Sie schrieb wunderschöne Liebesgedichte, die oft die tiefe Schönheit von und die Zuneigung zu Frauen beschrieben. Da Sappho gebürtig aus Lesbos stammte, bezeichnete man Frauen, die andere Frauen liebten, im 19. Jahrhundert (vor allem im Französischen und Englischen) als „lesbisch“ – also sinngemäß „wie Sappho / von der Insel Lesbos“. Dieser Begriff verbreitete sich von da an rasant in fast allen europäischen Sprachen.

Der Strand nebst kleinem Hafen von Petra:

Der weitlaeufige Sandstrand von Petra
Sonnenschirme an der Kuestenlinie
Liegestuehle direkt am sauberen Meer
Der kleine Hafen von Petra mit Booten
Anlegestelle fuer Fischerboote im Hafen
Die Kuestenfront Skyline von Petra am Abend
„Skyline“

Der Strand von Petra, etwas abseits des trubeligem Zentrums gelegen, ist zwar nicht ganz so weitläufig wie der von Kalloni, zudem ein wenig steiniger und weniger flach abfallend, aber – genau wie das Wasser – stets sehr sauber. Gegenüber vom kleinen Hafen befindet sich ein angenehm ruhiger Strandabschnitt mit Sonnenschirmen und Liegen. An der gemütlichen Taverne „Coco“ kann man außerdem sehr gut und preiswert essen.

Aktualisiert am:
Besuche:
  • Juni 2013
Geo-Daten:
  • Region: Nördliche Ägäis
  • Regionalbezirk: Lesvos
  • Gemeinde: Lesvos
  • Gemeindebezirk: Petra
  • Lage: Petra
Entfernungen:
  • Mytilini / Μυτιλήνη: ca. 55 km
  • Kalloni / Καλλονή: ca. 16 km
  • Skala Kallonis / Σκάλα Καλλονής: ca. 19 km
  • Flughafen Mytilini / Αεροδρόμιο Μυτιλήνης: ca. 64 km

(Quelle: Google Maps)