Am Stadtrand von Rhodos-Stadt befindet sich der Rodini Park / Πάρκο Ροδινιού.
Der Rodini Park gilt als der älteste bekannte Landschaftspark der Welt und datiert zurück ins 4.-3. Jahrhundert v. Chr.
Seine Anfänge fallen damit ungefähr in dieselbe Zeit wie die Gründung der Stadt Rhodos selbst.
Der Überlieferung nach war er der Standort der Rhetorschule des Aischines, die von bedeutenden Rednern wie Cicero und Julius Caesar besucht wurde. Zur Zeit der Johanniter-Ritter befand sich im Park die Villa des Großmeisters des Ordens vom Heiligen Johannes. Auch während der osmanischen Herrschaft diente das Tal weiterhin als Park.
Der Eingang liegt direkt an der Hauptstraße „Lindou“, dort gibt es auch einen kleinen Parkplatz.
Da wir unter der Woche dort waren, waren der Parkplatz und der Park selbst recht leer. Der Park ist eine echte Oase der Ruhe und bietet selbst im Hochsommer eine angenehme Kühle. Die Anlage besticht durch einen sehr schönen alten Baumbestand, Teiche und einen Bachlauf mit kleinen Wasserfällen, der von mehreren Brücken überquert wird.
Das Wasser im Bachlauf ist zwar recht trüb, man kann aber dennoch Fische und Wasserschildkröten beobachten. Auch an Land gibt es viele Tiere – vor allem Vögel –, die den Park bevölkern. Natürlich dürfen auch wild lebende Katzen nicht fehlen, die am Eingang sogar eine eigene Futterstelle haben.
Etwa in der Mitte des Parks befinden sich die Reste eines Aquädukts. Oberhalb des Bachlaufs stößt man zudem auf Reste von Felsgräbern aus dem 4. Jh. v. Chr., deren Teile der Fassade noch erhalten sind. Allerdings gibt es hier nicht allzu viel zu sehen und der Ort an sich wirkt nicht sonderlich einladend.
Leider wirkte der Park bei unserem Besuch insgesamt etwas vernachlässigt und unaufgeräumt. Dennoch lohnt es sich durchaus, ihn zu erkunden – allein schon wegen der vielseitigen Tier- und Pflanzenwelt.

















