Sitten und Gebräuche - Έθιμα και παραδόσεις


Begrüßung

Die Griechen sind sich ihres historischen und kulturellen Erbes sehr bewusst. Traditionen und Gebräuche und eine nationale Einheit machen sich überall bemerkbar.
Die griechisch-orthodoxe Kirche übt besonders in den ländlichen Gegenden einen starken Einfluss aus.

Alles fängt mit der Begrüßung an. Ein freundliches "Jasas" - γειά σας (Hallo) oder "Kalimera" - καλημέρα / "Kalispera" - καλησπέρα" (Guten Morgen / guten Tag) kommen gut an.
Urlauber die sich zu Benehmen wissen und sich ein wenig mit der Griechischen Kultur vertraut machen, sind gern gesehene Gäste und werden noch ein bisschen Aufmerksamer behandelt, als es ohnehin schon der Fall ist.
Als Fremder hält man sich etwas zurück, Überschwängliche Umarmungen, die in Hellas oft und gerne Angewandt werden, sind nur unter Verwandten und guten Freunden üblich.
Ein Handschlag ist aber immer möglich und auch eine freundliche Geste.

Kinder spielen eine große Rolle und auch fremden Kindern widmet man viel Aufmerksamkeit. Also nicht Irritiert sein, wenn der freundliche Grieche Sie mal für ein paar Minuten völlig Ignoriert.


Kleidung / Fotogrfieren

Als Urlauber sind Sie natürlich leger und dem Wetter entsprechend leicht Bekleidet. Wenn Sie am Strand zur Strandbar gehen, oder kurz etwas zu Essen kaufen möchten sind nackte Oberkörper, offene Hemden und Badehosen / Bikini in Ordnung, aber Verzichten Sie bitte darauf wenn Sie in eine Taverne oder Restaurant gehen, um dort zu Speisen.
Angemessene Kleidung wird überall gerne gesehen, besonders in Kirchen, Klöstern, Museen und historischen Sehenswürdigkeiten.
Fotografieren und Filmen wird nicht gerne gesehen, in den Museen ist es sogar gänzlich verboten.


Einladungen

Sollten Sie das Glück haben Eingeladen zu werden, nehmen Sie die Einladung an. Absagen können schnell als Beleidigung aufgefasst werden.
Hat Sie etwa der griechische Hotelier oder Tavernenbesitzer zum Umtrunk eingeladen, freuen Sie sich auf eine schönen Abend.
Sind Sie allerdings privat Eingeladen, sind kleine Mitbringsel - meist etwas Alkoholisches und Blumen für die Dame des Hauses - eine nette Geste.
Pünktlichkeit ist in Griechenland zwar ein dehnbarer Begriff, aber die akademische Viertelstunde Verspätung sollte man nicht überschreiten.
Dehnen Sie den Besuch nicht bis zur Unendlichkeit aus. In der Regel ist ein Abend bei dem Gastgeber um Mitternacht beendet.



Kommunikation und Kopf- und Handbewegungen

Der Grieche spricht durchaus gerne viel und laut, oft gestikuliert er stark.
Häufig fällt man sich in Griechenland auch einfach ins Wort, das ist nichts Verwerfliches. Das bedeutet aber nicht, dass Sie als Fremder diese (Un)Sitte einfach nachahmen. Schon gar nicht, wenn Sie keine Ahnung haben worum es geht.
So fällt in teilweise hitzigen Zwiegesprächen sehr oft das Wort "Malaka" - Μαλάκα. Eigentlich ein Schimpfwort, wurde aber durch den permanenten Gebrauch verharmlost.
Unter Bekannten und Freunden ist das auch OK, aber Sie als Fremder sollten dieses Wort tunlichst vermeiden.

Ein ganz großer Unterschied ist die Kopfbewegung beim Bejahen, oder Verneinen.
Sagt ein Grieche "Ne" - Νάι, so heißt das Ja!
Nickt der Grieche mit dem Kopf bzw. führt eine Aufwärtsbewegung mit dem Kopf aus, so heißt das Nein - Όχι! (Sehr Gewöhnungsbedürftig)

Mit dem Gestikulieren ist das eh so eine Sache, was in Deutschland als Gesten völlig normal und harmlos ist, kann in Griechenland eine schwere Beleidigung sein.
Es wird praktisch jede Bewegung mit der offenen Handfläche, die gegen eine Person gerichtet wird, als eine große Beleidigung verstanden.
Man sollte hier grundsätzlich vorsichtig sein, auch beim Winken oder Verabschieden sollte nie die Handinnenfläche gegen andere gerichtet sein.
In Griechenland wird dieses Entgegnen der offenen Handinnenfläche mit gespreizten Fingern als "moutza" - μούτζα bezeichnet (auf eine Übersetzung verzichte ich hier mal), das ist eine der schlimmsten Beleidigungen überhaupt.

Gesprächsthemen sind oft das Wetter (zu warm, zu kalt, zu viel / zu wenig Regen, u.s.w.) , natürlich die Kinder und mehr oder weniger wichtiges aus dem Tagesverlauf.
Diese Themen sollte man als Besucher weglassen:
Tabu ist die Thematisierung von allem, was mit der Türkei bzw. der bekannten Probleme mit der Türkei und vor allem Zypern zu tun hat.

Grundsätzlich vorsichtig sollte man auch beim Thema Mazedonien sein. Mazedonien bzw. Makedonien IST griechisch!
Ein Nachbarland mit dem Namen existiert für Griechen faktisch nicht- mittlerweile wird es auch von den Vereinten Nationen offiziell als Former Yugoslav Republic Of Macedonia (F.Y.R.O.M) geführt.

Und ganz Aktuell sollte man auch auf die Thematisierung der Finanzkrise Griechenlands verzichten.
Den Menschen geht es nicht gut und sie sind auch entgegen der Behauptungen diverser BLÖD Zeitungen nicht allein für dieses Desaster Verantwortlich.


Tanzen

Tanzen gehört in Griechenland zu den meist gelebten Traditionen. Nahezu jede Inselgruppe und Region hat einen eigenen Volkstanz, der für Touristen in den Hotels auch in Traditionellen Trachten vorgeführt wird.
Der wohl bekannteste Tanz ist der Sirtaki (Συρτάκι). Anders als bei den anderen Volkstänzen wird sich nicht an die Hände gefasst und im offenen Kreis getanzt, sondern in der Reihe, wobei die Tänzer ihre Arme über die Schultern der Nachbarn legen.
Berühmt wurde der Sirtaki durch die Filmmusik zum Film "Alexis Sorbas" (Original: Βίος και πολιτεία του Αλέξη Ζορμπά / Leben und Lebensart des Alexis Sorbas) von 1964. Mit der berühmten Tanzszene mit Anthony Quinn wurde der Sirtaki erstmals um die Welt getragen und wurde so zum Inbegriff des griechischen Tanzes.
Alexis Sorbas Weitere Volkstänze sind:
  • Chasapiko - Χασάπικο
  • Chasaposervikos - Χασαποσέρβικος
  • Mantilatos - Μαντιλάτος
  • Sirtos - Συρτός
  • Zonaradikos - Ζωναράδικος
  • Zeibekiko - Ζεϊμπέκικο
  • Tsifteteli - Τσιφτετέλι

Filmszene: "Alexis Sorbas"

Video




"Flashmob" Athen
Αθάνατη Ελλάδα!

"Alexis Sorbas"
Αλέξη Ζορμπά




Flashmob Athen Alexis Sorbas

 


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